Familienrecht

Das Familienrecht – Das Familiengericht ist nahezu für jeden von uns von Bedeutung. Einerseits haben wir Rechte und Pflichten in der Familie, in der wir aufwachsen. Andererseits gelten vielfältige Regelungen für die Ehe, insbesondere im Falle der Trennung und Scheidung, aber auch beim Tod eines Ehepartners. Dementgegen sind für die nichteheliche Lebensgemeinschaft keine gesetzlichen Bestimmungen vorgesehen. Wenn junge Paare sich dazu entscheiden, miteinander die Ehe einzugehen, so steht sicherlich der Gedanke an einen Ehevertrag nicht im Vordergrund. Fakt ist allerdings, dass nach wie vor etwa ein Drittel aller Ehen geschieden wird. Daher sollten sich Ehepaare gut überlegen, ob sie nicht durch einen Ehevertrag Vorsorge treffen möchten, insbesondere für den Fall der Trennung und Scheidung. Im Falle der Beendigung einer Ehe durch Tod oder Trennung und Scheidung stellen sich zahlreiche Fragen. Welcher Ehepartner bekommt Unterhalt, in welcher Höhe und für welche Dauer? Besteh ein Anrecht auf einen vermögensrechtlichen Ausgleich, insbesondere im Hinblick auf den Zugewinnausgleich? In welcher Höhe ist ggf. Kindesunterhalt zu zahlen? Wie verhält es sich mit dem Sorgerecht für gemeinsame Kinder? Wie kann der Umgang mit den gemeinsamen Kindern geregelt werden? Wie soll der Hausrat geteilt werden? Wie verhält es sich mit dem Versorgungsausgleich, also dem Ausgleich der in der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften?

Wir helfen Ihnen dabei, bei den vielfältigen Fragen den Überblick zu behalten und insbesondere Ihre Rechte durchzusetzen. Dabei ist es in vielen Fällen sinnvoll, sämtliche Gesichtspunkte und zu regelnden Fragen in einer Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung zu regeln. Dies erspart in den meisten Fällen Zeit, Nerven und vor allen Dingen zumeist einiges an Kosten. Ist die Regelung aller Trennungs- und Scheidungsfolgen in einer Vereinbarung nicht möglich, so ist es wichtig, Ihre Rechte konsequent und nachhaltig durchzusetzen. Dafür treten wir ein!

Wir haben mit Rechtsanwalt Volker Willemsen einen Fachanwalt für Familienrecht in unserem Team, der in der Lage ist, Ihre Rechte in einer Trennungs- und Scheidungsauseinandersetzung konsequent und nachhaltig wahrzunehmen.

Scheidung

Eine Trennung oder Scheidung ist für jeden eine sehr belastende Lebensphase. Sollten Sie davon betroffen sein, so werden Sie sicherlich emotional den Abschluss eines Lebensabschnittes verarbeiten müssen. Andererseits fängt in jedem Fall auch ein neuer Abschnitt für Sie an. In den meisten Fällen ist die persönliche sowie wirtschaftliche Verpflichtung der Partner so tiefgreifend, dass es wichtig ist, hier den Überblick zu behalten und sich über seine Rechte und Pflichten im Klaren zu sein. In den meisten Fällen müssen zahlreiche Probleme gelöst und Fragen beantwortet werden. In vielen Fällen sind gemeinsame Kinder betroffen und es geht um die Regelung der finanziellen Angelegenheiten. Wir helfen Ihnen dabei, dass einerseits Ihre rechte konsequent durchgesetzt werden, andererseits aber auch Lösungsmöglichkeiten für Konflikte gefunden werden. Oftmals ist eine außergerichtliche und einvernehmliche Regelung in einer umfassenden Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung sinnvoll. Sollte dies nicht möglich sein, treten wir dafür ein, dass auch in einer prozessualen Auseinandersetzung die Ihnen zustehenden Rechte mit Nachdruck vertreten und durchgesetzt werden. Vereinbaren Sie gerne einen Termin mit unserem Fachanwalt für Familienrecht, Herrn Rechtsanwalt Volker Willemsen, indem wir Ihren Fall in Ruhe besprechen können.

Unterhalt

Die Frage des Unterhaltes ist für jeden Unterhaltspflichtigen und Unterhaltsberechtigten von besonderer Bedeutung. Der Unterhalt bedeutet für den Unterhaltsberechtigten, dass sichergestellt wird, dass sein Bedarf durch die Unterhaltszahlung gedeckt wird. Auf der anderen Seite bedeutet eine Unterhaltszahlung für den Unterhaltspflichtigen eine ganz erhebliche finanzielle Belastung. Im Vordergrund steht natürlich zunächst die Frage, ob überhaupt Unterhalt geschuldet ist. Daran anschließend ist zu prüfen, in welcher Höhe der Unterhaltsanspruch besteht. Schließlich ist für alle Beteiligten auf beiden Seiten von Bedeutung, wie lange der Unterhalt zu zahlen ist. Wir helfen Ihnen dabei, dass in dieser Hinsicht für Sie ein optimales Ergebnis erzielt werden kann.

Sorgerecht

In vielen Fällen einer Trennung oder Scheidung stellen sich Fragen zum Sorgerecht gemeinsamer Kinder. Der Sorgerechtsinhaber nimmt sämtliche Rechte und Pflichten eines minderjährigen Kindes wahr. Die elterliche Sorge kann durch einen Elternteil alleine oder aber durch beide Elternteile gemeinsam ausgeübt werden. Zunächst einmal ist zu klären, wer Sorgerechtsinhaber ist. Sodann stellt sich oftmals die Frage, ob das Sorgerecht oder Anteile des Sorgerechtes auf den einen oder anderen Elternteil übertragen werden. Die mit dem Sorgerecht zusammenhängenden Probleme sind so vielfältig, als dass die Darstellung an dieser Stelle den Rahmen sprengen würde. Sollten Sie Probleme oder im Zusammenhang mit dem Sorgerecht stehende Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung

Bei einer Trennung und Scheidungsfolgenvereinbarung handelt es sich um eine Vereinbarung zwischen Eheleuten, in dersämtliche zu regenden Scheidungsfolgen außergerichtlich und einvernehmlich in einer umfassenden Vereinbarung geregelt werden. Eine derartige Vereinbarung wird in der Regel am besten im Verlaufe des Trennungsjahres erarbeitet und schlussendlich getroffen, gelegentlich auch im Rahmen eines laufenden Scheidungsverfahrens. Eine solche Vereinbarung hat vielfältige Vorteile für beide Eheleute. Zunächst einmal wissen beide Eheleute nach Abschluss der Vereinbarung, woran sie sind. Typische Regelungspunkte sind der Unterhalt, das Sorgerecht gemeinsamer Kinder, das Umgangsrecht gemeinsamer Kinder, das Güterrecht also in den meisten Fällen der Zugewinn, die Ehewohnung, der Hausrat, der Trennungsunterhalt (Unterhalt im Trennungsjahr), der Nachscheidungsunterhalt (Unterhalt ab Rechtskraft der Scheidung), der Kindesunterhalt, ggf. erbrechtliche Regelungen sowie schließlich Regelungen zur sonstigen Vermögensauseinandersetzung. Beide Eheleute wissen also nach Abschluss einer solchen Vereinbarung, welche Rechte und Pflichten sie nach Abschluss der Vereinbarung haben. Sie haben Gewissheit darüber, in welcher Höhe und wie lange Unterhalt zu zahlen ist. Ggf. sind Regelungen zum Umgangsrecht gemeinsamer Kinder getroffen worden. In vielen Fällen wird beispielsweise ein Anteil einer Immobilie auf den anderen Ehegatten übertragen. Es werden Regelungen zu den Verbindlichkeiten getroffen. Beide Eheleute wissen verbindlich, wer welche Hausratsgegenstände behält. Sofern in einer streitigen Auseinandersetzung eine derartige Vereinbarung nicht getroffen wird, stehen oftmals vielfältige und sehr lang andauernde Rechtsstreitigkeiten vor Gericht an. Derartige Gerichtsverfahren kosten Zeit, Nerven und vor allem auch Geld. Hinzu kommt, dass man bei einer prozessualen Auseinandersetzung immer sicher sein kann, was am Ende der Verfahren dabei für einen rauskommt. In den meisten Fällen ist es daher sinnvoll, genau abzuwägen, ob man nicht durch eine einvernehmliche Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung im Zusammenhang mit dem ansonsten bestehenden Prozess- und damit verbundenen Kostenrisiko nicht im Ergebnis bessergestellt ist. Lassen Sie sich hier gerne von uns beraten. Klar ist allerdings auch, dass in dem Fall, dass eine außergerichtliche Einigung nicht möglich ist, Ihre Rechte in dem Gerichtsverfahren konsequent verfolgt werden müssen. Auch dafür stehen wir selbstverständlich ein.

Versorgungsausgleich

In einem Scheidungsverfahren wird je nach Voraussetzungen der sogenannte Versorgungsausgleich entweder von Amts  wegen oder auf Antrag durchgeführt. Bei dem Versorgungsausgleich
handelt es sich um den Ausgleich der von den Eheleuten jeweils während der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften. Zu Beginn eines Scheidungsverfahrens erhalten beide Eheleute Formulare, in denen Angaben zu den jeweiligen in der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften zu erfolgen haben. Die diesbezüglichen Formulare erhalten Sie über uns, füllen diese aus und senden diese an uns zurück und wir leiten sie dann weiter an das zuständige Familiengericht. Das Familiengericht wiederum holt dann bei den verschiedenen von den Eheleuten angegebenen Rententrägern Auskünfte über die wechselseitig erworbenen Rentenanwartschaften ein. Aufgrund dieser Auskünfte berechnet das Familiengericht dann den sogenannten Versorgungsausgleich. Mit dem Scheidungsurteil ergeht dann ein entsprechender Beschluss über den Versorgungsausgleich. Die Rentenanwartschaften sind eine sehr komplexe Materie. In einem Scheidungsverfahren gilt es zu prüfen, dass der andere Ehepartner vollständige und richtige Angaben über seine Rentenanwartschaften macht. Darüber hinaus ist natürlich die beabsichtigte und schließlich getroffene Regelung des Gerichtes zu prüfen. Wir helfen Ihnen dabei, in dieser komplexen Materie den Überblick zu behalten.

Namensrecht

Im Zusammenhang mit einer Trennung und Scheidung stehen in einigen Fällend die Fragen, ob die Partner ihre ursprünglichen Namen wieder annehmen können oder ob Kinder den Namen eines Elternteils annehmen können. Wir helfen Ihnen dabei, die richtigen Schritte zu machen.

Adoption

Bei der Adoption handelt es sich um die Annahme eines Kindes. Man unterscheidet die Adoption minderjähriger Kinder und die Volljährigenadoption. In einem Adoptionsverfahren sind einige Voraussetzungen zu erfüllen und Formularien einzuhalten. Wir helfen Ihnen dabei, dass alle notwendigen Schritte eingeleitet werden.

Umgangsrecht

Im Zusammenhang mit einer Trennung oder Scheidung mit Beteiligung gemeinsamer Kinder gibt es nicht selten Fragen bzgl. des Umgangs mit den Kindern. Sofern es Probleme mit dem Umgangsrecht gibt, ist dies für alle Beteiligten besonders belastend. Es gibt Fälle, in denen der Umgang von dem anderen Elternteil oftmals grundlos verwehrt wird. Nicht selten wird die Frage des Umgangsrechts unzulässiger Weise von gewissen finanziellen Fragen abhängig gemacht. In einigen Fällen belasten die Kinder Probleme, die die Gestaltung des Umgangsrechtes schwierig machen. Belastend sind Unzuverlässigkeit bei der Einhaltung und Umsetzung des Umgangsrechtes. Die Probleme im Zusammenhang mit dem Umgangsrecht sind so vielfältig, dass wir sie an dieser Stelle nicht einmal annähernd abschließend beschreiben können. Wir helfen Ihnen jedenfalls dabei, gerade diese schwierigen Probleme in den Griff zu bekommen.

Ehewohnung

Nicht selten stellt sich die Frage, welcher von den beiden Partnern die Ehewohnung im Trennungszeitraum oder auch darüber hinaus nutzen darf. Am besten ist es natürlich, wenn hier eine einvernehmliche außergerichtliche Regelung gefunden werden kann. Wir helfen Ihnen dabei, Lösungsmöglichkeiten zu finden. Ist dies nicht möglich, so geht es darum, dass Ihre Rechte auch im Hinblick auf die Nutzung der Ehewohnung konsequent und nachhaltig durchgesetzt werden. Wir zeigen Ihnen Chancen und Risiken auf und helfen Ihnen dabei, in den eigenen vier Wänden bleiben zu können.

Hausrat

Nicht selten entsteht in einer Trennung und Scheidung Streit um den Hausrat. Dabei ist zunächst einmal zu unterscheiden zwischen denjenigen Gegenständen, die Sie mit in die Ehe gebracht
haben und denjenigen Gegenständen, die Sie während der Ehe alleine oder auch gemeinsam mit Ihrem Partner angeschafft haben. Gerade im Hinblick auf die Verteilung des Hausrates ist es in den allermeisten Fällen sinnvoll, hier eine einvernehmliche und vor allem außergerichtliche Lösung zu finden. Wir helfen Ihnen dabei, dass Sie Ihre Interessen auch in diesem Zusammenhang durchsetzen können.

Güterrecht / Zugewinn

Bei dem Güterrecht handelt es sich um die in einer Ehe zwischen den Eheleuten bestehenden vermögensrechtlichen Beziehungen. Es gibt im Wesentlichen drei verschiedene Güterstände, die sogenannte Zugewinngemeinschaft, die Gütertrennung und die Gütergemeinschaft. Sofern Sie in Ihrer Ehe keinen Ehevertrag geschlossen haben und darin ein anderes Güterrecht gewählt haben, gilt für Sie der Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Die Zugewinngemeinschaft zeichnet sich dadurch aus, dass die Eheleute auch während der Ehe Eigentümer ihrer mit in die Ehe gebrachten Vermögenswerte bleiben und in der Ehe auch in aller Regel selbstständig darüber verfügen können, das während der Ehe jeder Ehegatte auch weiter selbstständige Vermögenswerte hinzugewinnen kann ohne Beteiligung des
anderen Ehegatten, darüber hinaus selbstverständlich auch gemeinsame Vermögenswerte angeschafft werden, dass aber am Ende der Ehe – durch Tod oder Scheidung – ein sogenannter Zugewinnausgleich stattfindet. Dabei wird zunächst geprüft, welche Vermögenswerte die Eheleute wechselseitig während der Ehe erworben haben. Dabei wird zunächst geprüft, welches Vermögen Sie mit in die Ehe eingebracht haben. In diesem Zusammenhang werden auch während der Ehe erworbene Schenkungen oder Erbschaften berücksichtigt. Sodann wird geprüft, welches Vermögen die Eheleute am Ende der Ehe, genau gesagt am Tage der Zustellung des Scheidungsantrages, haben. Sodann wird dem Vergleich des am Anfang der Ehe und am Ende der Ehe bestehenden Vermögens der somit während der Ehe erworbene Zugewinn ermittelt. Sodann wird der wechselseitig erworbene Zugewinn der Eheleute miteinander verglichen. Derjenige Ehepartner, der den höheren Zugewinn zu verzeichnen hat, muss dem Ehegatten,
der den geringeren Vermögenszuwachs erwirtschaftet hat die Hälfte der Differenz zwischen den beiden Vermögenswerten abgeben, damit am Ende beide Eheleute gleichviel Vermögen erwirtschaftet haben.
Diese Regelung resultiert aus dem Rechtsgedanken, dass beide Eheleute durch ihre jeweilige Arbeitsleistung gleichermaßen zu dem wirtschaftlichen Zuwachs in der Ehe beitragen. Die Leistungen der Eheleute werden also gleichwertig angesehen unabhängig davon, ob der eine durch seine Leistung mehr Geld erwirtschaftet als der andere. Sofern man nicht möchte, dass für seine Ehe eine derartige
Regelung bestehen soll, muss man dies in einem Ehevertrag ändern. In den meisten Fällen ist dies aber nicht der Fall und somit kann der Zugewinnausgleich auf Betreiben eines der beiden Ehegatten vorgenommen werden. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um eine relativ komplizierte Herangehens und auch Berechnungsweise. Wir helfen Ihnen dabei, hier den Überblick zu behalten. Gerade bei der Berechnung des Zugewinns können erhebliche Fehler gemacht werden, die entsprechend erhebliche finanzielle Auswirkungen haben. Daher ist es in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung,
wenn Sie fachlichen Rat an Ihrer Seite haben. Wir helfen Ihnen gerne, Ihre Rechte auch im Hinblick auf den Zugewinn durchzusetzen.

Kindesunterhalt

Beim Kindesunterhalt unterscheidet man grundsätzlich den Unterhalt gegenüber minderjährigen und volljährigen Kindern. Bei den minderjährigen Kindern verhält es sich so, dass in der Regel der eine Elternteil, bei dem die Kinder leben, den Unterhalt durch die tägliche Betreuung des Kindes gewährt. Der andere Elternteil hat demgegenüber Barunterhalt zu leisten. Gegenüber volljährigen Kindern sind in der Regel beide Elternteile nur noch barunterhaltspflichtig. Der Bedarf der Kinder hängt von dem Einkommen der Eltern ab. Bei einem minderjährigen Kind richtet sich somit die Höhe des Kindesunterhaltes nach dem Einkommen des barunterhaltspflichtigen Elternteils. In diesem Zusammenhang ist zunächst zu prüfen, welches unterhaltsrelevante Einkommen den Unterhaltspflichtigen zur Verfügung steht. Sodann ist anhand der sogenannten „Düsseldorfer Tabelle“ zu ermitteln, in welcher Höhe Kindesunterhalt geschuldet ist. Wir helfen Ihnen sowohl auf Seiten des Unterhaltsberechtigten
wie aber auch auf Seiten des Unterhaltsverpflichteten dabei, dass nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Unterhalt gezahlt wird.

Elternunterhalt

Der Elternunterhalt gewinnt in unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Die Unterhaltsverpflichtung zwischen Eltern und Ihren Kindern besteht nicht nur zugunsten der Kinder, sondern auch in späteren Jahren zugunsten der Eltern in umgekehrter Richtung. Zunächst sind die Eltern gegenüber ihren Kindern unterhaltsverpflichtet, da die Kinder zur Bestreitung ihres eigenen Unterhaltes nicht in der Lage sind. Später verhält es sich oftmals genau umgekehrt. Das Vermögen der Eltern ist aufgebraucht, das Berufsleben beendet, die Rentenleistungen oftmals knapp bemessen und infolge dessen können die Eltern ihren eigenen Bedarf aus den eigenen Mitteln nicht mehr decken. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Eltern pflegebedürftig werden und die Versorgung in einem Pflegeheim erfolgt.
Es stellt sich dann immer die Frage, ob die Kinder für Ihre Eltern gegenüber ihren Eltern unterhaltsverpflichtet sind. Die Versorgung der Eltern ist in unserer Gesellschaft zwar zunächst durch die verschiedenen Sozialträger sichergestellt. Sofern allerdings von dort aus Leistungen erbracht werden, gehen mögliche Unterhaltsansprüche in Höhe der erbrachten Leistungen auf die Sozialträger über. Diese können die Unterhaltsleistungen dann im eigenen Namen aus dem übergegangenen Anspruch gegenüber den möglichen unterhaltsverpflichteten Kindern geltend machen. Der Frage ob und ggf. in welcher Höhe Elternunterhalt zu gewähren ist, liegt eine umfassende Berechnung der Einkommensverhältnisse der Kinder zugrunde, auch unter Einbeziehung des Einkommens eines Ehegatten. Der Ehegatter ist zwar gegenüber den Schwiegereltern nicht selbst unterhaltsverpflichtet, sein mögliches Einkommen hat aber gleichwohl Auswirkung auf gewisse zu beachtende Freibeträge. Sofern sich für Sie die Frage des Elternunterhaltes stellt, prüfen wir für Sie, ob Elternunterhalt überhaupt zu gewähren ist und nehmen ggf. die richtige Berechnung vor.

Trennungsunterhalt

Beim Trennungsunterhalt handelt es sich um denjenigen Unterhalt, der während der Trennungszeit der Eheleute zu zahlen ist. Dabei handelt es sich um die Zeit zwischen Eheschließung und der Rechtskraft der Scheidung. Bei einer Trennung erfolgt im Hinblick auf die Deckung des täglichen Bedarfs in den meisten Fällen ein erheblicher Einschnitt. Während des Zusammenlebens ein Haushalt aus einem oder auch zwei Einkommen zu bestreiten war, so sind es nach einer Trennung zwei Haushalte, die mit den gleichen finanziellen Mitteln bewirtschaftet werden müssen. Daher ist es für den Unterhaltsberechtigten besonders wichtig, dass er in der Trennungszeit seinen eigenen Bedarf durch den Unterhalt decken kann. Um gekehrt ist es für den Verpflichteten wichtig, dass im Falle einer
Unterhaltsverpflichtung noch so viel Geld über bleibt, dass der eigene Bedarf gedeckt werden kann. Wir helfen Ihnen dabei, sowohl auf der einen wie auf der anderen Seite, dass Ihre Rechte im Trennungsunterhalt gewahrt werden.

Ehegattenunterhalt

Bei dem Ehegattenunterhalt handelt es sich um denjenigen Unterhalt, der nach Rechtskraft der Scheidung ggf. noch weiter zu zahlen ist. Grundsätzlich hat der Gesetzgeber bestimmt, dass beide Eheleute nach einer Trennung und Scheidung jeweils selbst für Ihren eigenen Bedarf Sorge tragen müssen. Er hat allerdings vielfältige Ausnahmetatbestände vorgesehen, in welchen gleichwohl noch über die Scheidung hinausgehend Unterhalt zu zahlen ist. Ausnahmetatbestände sind etwa Fälle, in denen der Ehepartner krankheitsbedingt oder altersbedingt nicht in der Lage ist, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Vielfältig sind hier auch Fragen der während der Ehe vorgenommenen Kinderbetreuung von Bedeutung aber auch bei besonders langen Ehen hat der Gesetzgeber eine sogenannte nacheheliche Solidarität vorgesehen, die bewirkt, dass für eine gewisse Zeit noch nachehelicher Unterhalt zu zahlen ist. Die in diesem Zusammenhang stehenden Fragen sind so vielfältig,
dass sie hier nicht einmal im Ansatz dargelegt werden können. Wir helfen Ihnen jedenfalls dabei, dass Ihre Rechte im Zusammenhang mit Fragen des Ehegattenunterhaltes konsequent und nachhaltig durchgesetzt werden.

Betreuungsunterhalt

Bei dem Betreuungsunterhalt handelt es sich um denjenigen Unterhalt, den ein Elternteil gemeinsamer Kinder dem anderen Elternteil schuldet, wenn dieser aufgrund der Betreuung des gemeinsamen Kindes oder der gemeinsamen Kinder nicht dazu in der Lage ist, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen und somit für seinen eigenen Bedarf Sorge zu tragen. Der Betreuungsunterhalt ist zunächst einmal bis zum 03. Lebensjahr eines jeden Kindes zu zahlen. Im Anschluss daran stellen sich Fragen, ob kind- oder elternbezogene Gründe vorliegen, die eine darüber hinausgehende Unterhaltsverpflichtung begründen können. Wir helfen Ihnen, dass Sie auch in Fragen des Betreuungsunterhaltes Ihre Rechte konsequent durchsetzen.

Nichteheliche Lebensgemeinschaft

Bei der nichtehelichen Lebensgemeinschaft handelt es sich um eine Verbindung nicht miteinander verheirateter Partner. Die nichteheliche Lebensgemeinschaft gewinnt in unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Paare leben in einer „wilden Ehe“ oder „Partnerschaft ohne Trauschein“ zusammen, in vielen Fällen auch mit gemeinsamen Kindern oder aber in den sogenannten „Patchwork-Familien“ mit Kindern aus vorhergehenden Partnerschaften oder Verbindungen. Für die nichteheliche Lebensgemeinschaft bestehen einerseits keine gesetzlichen Regelungen im Hinblick auf Rechte und
Pflichten im Zusammenleben der Partner. Andererseits gibt es keine Bestimmungen, die im Falle einer Trennung gelten. Daher ist für Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft zu empfehlen, die Rechte und Pflichten im Falle einer Trennung in einem Partnerschaftsvertrag zu regeln. Wir helfen Ihnen dabei, einen entsprechend für Sie sinnvollen Partnerschaftsvertrag zu entwerfen. Im Falle einer Trennung prüfen wir, ob die von Ihnen angedachten Ansprüche umzusetzen sind.

Ehevertrag

Bei einem Ehevertrag handelt es sich um einen Vertrag zwischen Eheleuten, der entweder vor einer Heirat, aber auch während bestehender Ehe abgeschlossen werden kann. In einem Ehevertrag können sowohl Regelungen für die Zeit des Zusammenlebens, als auch Bestimmungen für den Fall einer Trennung und Scheidung getroffen werden. Der Abschluss eines Ehevertrages hat für beide Eheleute den Vorteil, dass Sie von vornherein Kenntnis und auch Sicherheit über Ihre Rechte und Pflichten bei bestehender Ehe und auch im Falle einer Trennung und Scheidung haben. Wenngleich sich natürlich keiner gerne am Beginn einer Ehe Gedanken über ein mögliches Scheitern macht, so ist es gleichwohl sehr sinnvoll, den Abschluss einer derartigen Vereinbarung zumindest einmal zu prüfen.

Wir helfen Ihnen bei Ihren Überlegungen und Fragen.

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